Archive for September, 2008

Ich liebe es. Wisconsin!

Einer der mir weniger sympathischen Menschen (ehemalige Physiker der 11.Klasse wissen wer gemeint ist…) reagierte auf die Aussage, dass ich mein Austauschjahr in Wisconsin verbringen werde mit: Ohhh, das tut mir ja leid fuer dich. Da ist es nicht so besonders schoen. Die Landschaft ist eintoenig und es ist eigentlich durchgehend nur windig.

Ich denke, die Bilder sprechen fuer sich (hab ich uebrigends tatasaechlich selbst gemacht). Ich kann euch nur eins sagen. Auch wenn es hier im Winter normalerweise wohl wirklich bis -30 Grad kalt wird, ich liebe Wisconsin einfach. Ihr koennt euch garnicht vorstellen, wie schoen die Natur hier ist und mein absoluter Favourit ist der Himmel. 

Man kann an manchen Tagen so unheimlich weit schauen und die Wolken sehen dann wirklich nur wunderschoen aus. Jeder sagt hier, dass der Herbst die beste Jahreszeit sei. Die Blaetter beginnen zumindest jetzt schon, sich zu verfaerben. Richtig Herbst will es aber noch nicht werden, denn heute hatten wir nochmal knapp ueber 30 Grad.

Ich freue mich jedenfalls sehr auf die Gelegenheit, den Herbst in Wisconsin mit meiner Kamera (die bis dahin hoffentlich wieder funktioniert) einfangen zu koennen.

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Never forget.

11.September 2008. Ein trauriger Tag – ich denke nicht nur fuer Amerika. Wenn man hier ist am 11.September und sieht wie das die Menschen auch nach sieben Jahren noch bewegt, macht einen das schon nachdenklich. Auch wenn in meiner High School kein Moment of Silence gehalten wurde, konnte man es Amerika doch ansehen, dass der Schmerz immer noch tief sitzt. Nicht nur auf CNN und NBC, die die Gedenkfeiern in New York und in anderen Staedten uebertragen haben, sondern zum Beispiel auch an der naechsten Tankstelle, die ihre Flagge auf Halbmast gezogen hatte.

Die Attacke auf das World Trade Center hat den USA gezeigt, dass sie nicht unverwundbar sind. Das schmerzt natuerlich auch heute noch. Natuerlich nicht nur deswegen, sondern auch, weil so viele Menschen dabei umgekommen sind. Soviele Menschen, deren Familien auch heute noch trauern und auch in unserer Zeitung hier Gedenkanzeigen aufgeben.

Cheeeeeeeeeese!

Nein, kein Artikel ueber Kaese oder Milch und mein Pictureday in der High School war heute auch nicht, aber ich war beim Friseur und habe jetzt meinen ersten amerikanischen Haarschnitt von “Fantastic Sam”. 

Das ganze gabs fuer nur $14.95. Das sind weniger als neun Euro! Ich kann euch aber sagen, dass ich ganz schoen nervoes war als ich auf dem Stuhl sass und meine Wunsche aussern musste. Sieht aber doch garnicht mal so schlecht aus, oder?

American High School

Jetzt also endlich mal etwas zu meiner High School, meinen Faechern und allem sonst, was noch wichtig erscheint.

Ich habe ja schon vor zwei Wochen meinen ersten Tag in einer amerikanischen High School ueberstehen muessen. Ich kann euch sagen, ich war wirklich verdammt aufgeregt am ersten Tag und bin dann auch ganz schoen overwhelmed nach Hause gekommen. Ich bin mit einem echten amerikanischen Schoolbus gefahren, hatte Lunch in der Cafeteria, habe einen Locker und die Klassenzimmer sehen wirklich anders aus als in Germany.

Aber jetzt erstmal ein paar grundlegende Dinge:

Hamilton High hat ca. 1200 Schueler und unterrichtet in einem Blocksystem. Das bedeutet ich habe zwei Semster und habe pro Semester jeden Tag vier Stunden mit dem gleichen Stundenplan. Waaaaas, nur vier Stunden? Ich vermute mal, dass das jetzt einige von euch denken moegen. Aber eine Stunde ist 90 Minuten lang. Die Schule beginnt jeden Tag um 7.20 und endet um 14.15. Ich war in der Auswahl meiner Stunden mit nur 4 Faechern pro Tag ziehmlich eingeschraenkt, da meine Organisation mich zu einer Science, Math, English und Social Study verpflichtet hat. Bei 4 Faechern wisst ihr ja jetzt was das bedeutet 😀 .

Ich habe also gewaehlt, was ich waehlen konnte und habe jetzt: Math, Psychology, English/Band und Chemistry fuers erste Semster und dann Citizenship, Painting, English/Band und Math fuers zweite Semester.

Ich kann euch sagen, nicht nur die Klassenzimmer sehen anders aus, die Lehrer haben auch eine ganz andere Einstellung und Beziehung zu ihren Schuelern, Sport ist ganz gross und es gibt mehr Regeln, die eingehalten werden muessen. Ich keonnte jetzt noch mindestens 30 Unteschiede aufzaehlen, aber wer will das schon hoeren 😀 …

Also, wer mich kennt, weis, dass Mathe nicht so wirklich meins ist. Deswegen bin ich aus der haertesten Mathclass FST (in der die students 354 Zahlen innerhalb von 3 Minuten in Ihren Calculator tippen konnten) eins runter und sitze jetzt jeden Morgen um 7.20 fuer 90 Minuten in meiner Advanced Algebra Class. Das ist ganz entspannend soweit. MEin etacher ist aber ein bisschen weird. Sie traegt jeden TAg 10 cm Absaetze, aknn nciht darin laufen udn sol schon mal am Board eingeschlafen sein. Ohhh well!

Meine zweite Class ist mein absoluter Favourit: Psychology bei Mr. Hartmann. Der ist einfach nur absolut genial. Ich mag seinen Unterricht einfach total und heute habe ich meinen Multiple Choice Test abgemesst, weil ich mit Pen anstatt mit Pencil gemarkt hab und er musste alle 135 Fragen per Hand kontrollieren fuer mich. Naja, er hat mir auf die Schulter geklopft und gegrinst. Und er versucht meinen Nachnamen deutsch auszusprechen udn nicht amerikanisiert. Das ist garnicht mal so leicht fuer ihn…

Meine 3. Stunde ist dann Contemporary Literature und Band. Ich mag meine Englishclass, weil mein teacher oft Poltics und History in seinen Unterricht einbaut und auch sonst vollkommen in Ordnung ist. Band ist im Moment noch ein bisschen kompliziert, weil sie grad Marching Band haben. Ich werde dann einfach am Fieldrand stehen und spielen. Ab October machen wir dann Concert Band.

Zur letzten Class Chemistry laesst sich eigentlich nur sagen, dass mein teacher nett ist und dass ich jetzt die 50 Elemente auf english auswendig kann.

Ansonsten kann ich noch sagen, dass es relativ schwierig ist, Freunee zu finen, aber ich werde mich noch in mehr Clubs einbringen und moechte ab October auch unbedingt mit Sport anfangen (leider bin ich zu spaet registriert worden, um Sport im Summer zu machen). Da finden sich die Freunde dann auch lecihter. Bis jetzt bin ichs chon im German Club und im Cultural Exchange Club. Es sidn Outings nach Chicago (Blue Man Group, Christkindl Markt), Minnesota (mall of America), Tubing, County Fair, Brewers Game in Milwaukee und noch ein paar Kleinigkeiten in Planung.

Insgesamt kann cih sagen, dass ich zwar gerade gluecklich bin, weil endlich Freitag ist und ich total muede bin von der gesammten Woche, mir die Schule hier aber total  viel Spass macht.

Bis demnaechst, daniela

News, News, News!

Huh, ich muss mich wirklich entschuldigen, dass ich mich erst jetzt wieder melde, aber ich war die letzten Wochen wirklich sehr busy. Ihr wollt sicherlich erstmal alles rund um meine neue Familie wissen, mit der ich jetzt schon bald zwei Wochen zusammen lebe.

Also, die Bjorklundfamily  besteht aus Carolyn, Joe, Hannah, Sam und Maddie (dem Hund). Die Familie ist fuer mich die absolute Traumgastfamilie, weil sie sehr viel zusammen unternehmen, spontan sind und auch ein bisschen verrueckt vielleicht.     

Mein Gastpapa war frueher  professioneller Musiker und gibt mir jetzt Drumlessons. Sie wollen mich als Rockstar zurueckschicken und haben mit mir auch schon ein Rockkonzert beucht. Wir hatten einen super Restsummer und ich habe schon halb Wisconsin erkunden koennen. Wir sind an Milwaukee, Madison und Chicago vorbeigefahren *haha* und es war wirklich super schoen. Ihr koennt euch garnicht vorstellen, wie schoen die Natur in Wisconsin ist!

Morgen beginnt dann die Schule und ich muss meinen ersten Tag in einer amerikanischen High School bestreiten. Ich bin ja schon ziemlich aufgeregt und allein die ganzen Nummern und Combinations, die ich mir merken muss, machen mich nervoes. Ich werde demnaechst genauer ueber Schule, meine Faecher und alles weitere schreiben.

Bis dahin, ich muss weiter, daniela


I take my chance…

Dank des Parlamentarischen Patenschafts Programms werde ich tatsächlich ein Jahr in den Vereinigten Staaten von Amerika verbringen. Hier könnt ihr alles rund um die Vorbereitungen meines Austauschjahres erfahren und ab August 2008 natürlich auch über mein Leben in den USA. Bilder gibts dann natürlich auch zu sehen. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen und würde mich über Kommentare und Gästebucheinträge freuen!
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