Am 08.08.2008 gehts los:
Von Frankfurt nach Washington, von Washington nach Chicago und von dort aus weiter nach Green Bay. Noch 44 Tage!
…my year in the US
Am 08.08.2008 gehts los:
Von Frankfurt nach Washington, von Washington nach Chicago und von dort aus weiter nach Green Bay. Noch 44 Tage!
Wow! Ich kann es ja noch gar nicht fassen. Gestern noch habe ich vergeblich versucht meine Gasteltern zu erreichen und gerade eben habe ich ganze 40 Minuten mit ihnen geredet.
Ich kann euch nur sagen, traut euch! Es ist einfach ein so geniales Gefühl wenn deine Eltern dir erzählen, was sie gerade machen, was sie mit dir machen werden und alles andere. Ich bin grad wieder mal so happy!
Meine Gastmutter Debbie hat mir soo viel erzählt. Über die Schule, Green Bay, ihre Familie, das Wetter, ihre Arbeit mit den Austauschschuelern, über ihr Haus, ihre Hobbies usw. usw. Meinen Gastpapa Frank habe ich auch kurz gesprochen. Sie scheinen echt so lieb zu sein und haben ja nach 13 Austauschschuelern auch schon einiges an Erfahrung. Debbie hat mir gleich gesagt, dass Reden sehr wichtig ist und das Frank keine Boyfriends mag! Damit kann ich aber leben
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Debbie hat so einen lieben Lacher und hat Scherze gemacht und ich konnte fast alles verstehen. Eine warme Jacke soll ich auch mitbringen für den Winter bis -30°C.
Naja, wie ihr sicher merkt bin ich noch ganz aufgeregt, glücklich und auch ein bisschen durcheinander…Ich freu mich jedenfalls tierisch auf die beiden und auch auf den Rest der Familie
!
Gestern hieß es also das Visum im amerikanischen Konsulat in München zu beantragen. Wirklich aufgeregt war ich deshalb nicht, obwohl mich dieses mächtige und vor allem gut bewachte Gebäude doch ein wenig einschüchterte.
Ich stellte mich also noch außerhalb des Konsulatsgeländes ans Ende einer Schlange von ca. 25 Personen und wartete bis wir paarweise auf das Gelände gelassen wurden. Die Sicherheitskontrolle folgte und weiter ging es mit erneutem Warten im nächsten Raum. Dort wurden dann meine Unterlagen (die gottseidank korrekt ausgefüllt und vollständig waren) von einem Mitarbeiter in die richtige Reihenfolge gebracht, ich durfte eine Nummer ziehen, mich hinsetzten und erneut warten. Nach geschätzen 15 Minuten erschien dann die 359 auf dem Bildschirm und ich begab mich zum Schalter eins, wo meine Unterlagen von einem sehr freundlichem Mitarbeiter entgegen genommen wurden, bei dem ich auch zehn Fingerabdrücke hinterließ. Ich wurde gebeten, mich wieder zu setzten und es hieß wieder warten. Meine Nummer erschien nach weiteren 10 Minuten erneut auf dem Bildschirm und diesmal ging die Reise zu Schalter 5, wo mich mein Visumsinterview erwarten sollte. Tja, lediglich die Frage nach den Bewegründen in die USA einzureisen wurde gestellt. Schlimm war es also wirklich nicht. Anschließend erzählte ich noch kurz von meinem Placement und zur Antwort bekam ich von einer footballfreudigen Amerikanerin: “Ahh, die Green Bay Packers!”. Das wars dann auch schon und nach einer Stunde war mein Abenteuer amerikanisches Konsulat schon wieder zu Ende.
Das Beste kommt natürlich zum Schluss: Heute war mein Reisepass bereits in der Post und nun zieren mein erster Visumsaufkleber und mein zuvor ausgefülltes DS-2019 Formular eine der 32 Seiten.
Heute werde ich außerdem meine Gastfamilie das erste mal anrufen! Ich bin schon ziemlich aufgeregt kann ich euch sagen
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Noch ist es nicht so weit, aber mit einer wieder mal außerordentlich lieben Mail meiner Gasteltern kam auch die Einladung sie doch einmal anzurufen. Die Nummer werde ich also das erste Mal am 20. oder 21. Juni wählen!
Übrigens halte ich gerade meine Schulbefreiung in den Händen. Meinem Austauschjahr steht somit also nichts mehr im Weg!
Tataaa, die zweite Mail an meine Hostfamily ist verschickt. Diesmal hab ich auch gleich gefragt, wann ich am Besten anrufen kann. Ich bin jetzt schon ganz aufgeregt, durcheinander, nervös, glücklich und eigentlich alles zusammen
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Das Gefühl, zu wissen, dass es irgendwo auf der Welt Menschen gibt, die dir für ein Jahr ein zu Hause geben ohne dich eigentlich wirklich zu kennen, ist einfach nur unbeschreiblich!

Mein Visatermin ist vereinbart. Am 20.6 geht es für mich nach München ins U.S. Konsulat. Vorher muss natürlich noch der Berg an Formularen bewältigt werden, der zum Glück gar nicht mal soo groß ist
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Morgen sind es noch genau 2 Monate. Demnächst werde ich das erste Mal mit meiner Familie telefonieren
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Während meiner Fahrt nach Würzburg überwog – trotz der Aufregung – leider die unendliche Langeweile, die mich über die ganze Fahrt hinweg begleitete. Baum, Baum, Baum, Feld, Baum – sehr abwechslungsreich war die Landschaft nicht gerade.
Im schönen Würzburg angekommen traf ich dann aber endlich die anderen Teilnehmer, nachdem ich mich durch die unglaubliche Masse an Reisenden geschlängelt hatte (^^). Vermutlich ist es für die Würzburger mittlerweile normal, dass ein Haufen Austauschschueler anfang Mai in Würzburg eintrudelt und den Bahnhof bevölkert. Anfangs standen natürlich die Fragen nach Name und Wohnort, obwohl es wohl niemandem gelang, sich soviele Namen in so kurzer Zeit einzuprägen. Wir alle waren zumindest gespannt, was uns erwarten würde
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In der idyllisch gelegenen Akademie Frankenwarte angekommen trafen wir dann auf den Rest der Stipendiaten und bezogen – nach einigen Formalitäten – unsere wirklich luxuriösen Zimmer. Am Nachmittag ging es dann mit der offiziellen Begrüßung weiter und die Gruppe von insgesamt 57 Stipendiaten wurde in zwei unterteilt. Am Abend stand dann eine Vorstellungsrunde auf dem Programm, in der man die hustende Hanna, den prahlenden Philipp und den murmelnden Michael schon ein bisschen besser kennen lernte.
Die nächsten Tage verliefen dann alle nach ähnlichen Muster mit vielen Vorträgen, Seminaren und Diskussionsrunden. Sie waren meistens in einen Culture & Family und einen History & Politics Teil gegliedert. So erfuhren wir zum Beispiel einiges über das Leben in Gastfamilie und -schule, lernten unsere Erwartungen und Wünsche besser einzuordnen, sprachen über deutsche Geschichte und Politik und wurden auch über die Eigenheiten der USA informiert. Darüber hinaus wurde uns auch die Möglichkeit gegeben, ehemalige Austauschschüler kennen zu lernen und was soll ich anderes sagen, die ganze Woche war einfach genial! Wir wurden von super netten Teamern betreut (obwohl es auch einige Buhs gab ^^) und die Dozenten waren wirklich top class!
Die wenige Freizeit, die wir hatten war auch der absolute Hammer, weil man sich mit diesen total netten, aufgeschlossenen, lustigen, durchgeknallten Leuten einfach super gut unterhalten kann und auch mit den Spielen von Michael eine Menge Spaß hatte.
Während der Woche haben mir meine Gasteltern übrigens auf meine Mail geantwortet, was mich wirklich verdammt gefreut hat
! Auch mein MdB Dr. Hans – Peter Friedrich hat sich bei mir gemeldet und ich freue mich schon, ihn vor dem Abflug noch einmal zu treffen.
Zumindest ich hätte nie damit gerechnet, soviele nette Leute kennen zu lernen und während nur einer Woche so zusammen zu wachsen. dementsprechen fiel der Abschied am Ende der Woche auch nicht ganz so leicht. Ich freu mich einfach riesig mit diesem durchgeknallten Haufen zu fliegen!
Dass wir von Partnership International wirklich so super vorbereitet wurden muss auf jeden Fall auch mal gewürdigt werden. Ein super Programm, geniale Teamer und hochkarätigen Dozenten.

Ich freu mich auf euch… Wir sehen uns in Frankfurt!